Aktuelle Themen

Alle Mitglieder sind eingeladen, Texte über vergangene und bevorstehende Veranstaltungen, Neuerscheinungen mit Bulgarienbezug oder Reiseberichte zu verfassen und an
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"Der Balkan boomt - Wirtschaftswunder in Südosteuropa?"

So lautete der Titel der Sendung makro, die Anfang März auf dem Sender 3sat ausgestrahlt wurde. Dabei beleuchteten verschiedene Beiträge das Thema Bulgarien, Rumänien und die EU. Dabei wird zum Einen der wirtschaftliche Aufschwung der Länder gezeigt. Andererseits ist dieser aber auch mit einer Schattenseite verbunden, die nicht ausgeblendet werden darf.

Die Sendung kann hier noch angeschaut werden. Die einzelnen Beiträge findet man auch in der Mediathek unter Makro.

Unter anderem gibt es hier ein Interview mit dem Politikwissenschaftler Michael Hein, der an der Universität Leipzig studierte, zu sehen.

23.04.2018

 

Der EU-Türkei-Gipfel in Varna

Auf Einladung des bulgarischen Premierministers Bojko Borissow trafen sich gestern der EU-Ratspräsident Tusk und der EU-Komissionsvorsitzende Juncker mit dem türkischen Staatspräsidenten Erdogan zu einem Abendessen in Varna.

Bereits im Vorfeld versuchten die europäischen Vertreter die Erwartungen an den EU-Türkei-Gipfel klein zu halten und sprachen nur von einem Arbeitsessen. So konnten dann auch keine Ergebnisse präsentiert werden. Selbst Erdogan, derzuvor die Erwartung einer Wiederaufnahme der Beitrittsverhandlungen mit seinem Land und eine Wiederannäherungan an die EU geäußert hatte, musste eingestehen, dass keine Ergebnisse oder Kompromisse in den Streitfragen erzielt wurden. Tusk erklärte: „Was ich sagen kann, dass ich alle unsere Bedenken geäußert habe. Die Liste war lang.“

Themen des Gipfels waren die Visumsfreiheit für Türken, die Zollunion, die Zypern-Frage, die Unterstützung der Türkei bei der Flüchtlingsfrage, die Rechtsstaatlichkeit der Türkei und deren Vorgehen in Syrien und der EU-Beitritt der Türkei.

Vor dem Treffen wurden bereits seitens einiger EU-Mitglieder Zweifel an dem Nutzen eines solchen Gipfels geäußert und ihm nur widerstrebend zugesagt. Borissow setzte dagegen die Hoffnung auf die Erhaltung eines Dialogs zwischen der EU und der Türkei. Er meinte: "Der Gipfel in Varna ist wahrscheinlich eine der letzten Gelegenheiten, den Dialog aufrecht zu erhalten.“ Allerdings muss man konstatieren, dass es keinerlei Annäherung gegeben hat.

In Varna selbst fand vor Beginn des Gipfels eine Demonstration gegen Erdogan statt, dazu aufgerufen hatte die nationalistische Partei възраждане (Wiedergeburt). Verschiedene Stimmen in Bulgarien werfen ihrer Regierung vor eine zu türkeifreundliche Politik zu betreiben. Besonders die Ausliefernung von türkischen Dissidenten an Ankara wurde kritisiert. Andererseits machte Borrissow klar, dass Bulgarien auf die Unterstützung der Türkei in der Flüchtlingsfrage angewiesen sei und daher unter großem Druck stehe.

27.03.2018

 

Konferenz in Plovdiv im Rahmen des Europäischen Kulturerbejahres

Vom 26. bis 27. März 2018 findet in der zweitgrößten bulgarischen Stadt Plovdiv eine Konferenz der Europäischen Komission zum Europäischen Kulturerbejahr 2018 statt.

Im Rahmen dieser erhielt Leipzig das europäische Kulturerbesiegel als Musikstadt. Ausgezeichnet wurden insgesamt neun Musikstätten der Stadt Leipzig, dazu gehören die Thomaskirche, die Nikolaikirche, die Alte Nikolaischule, das Bach-Archiv Leipzig, die Hochschule für Musik- und Theater "Felix Mendelsohn Bartholdy", das Mendelsohn-Haus, das Schumann-Haus, das Verlagshaus C.F. Peters mit der Grieg-Begegnungsstätte und das Gewandhaus zu Leipzig, sowie die Leipziger Notenspur. Entgegengenommen haben das Siegel der Erste Bürgermeister Torsten Bonew und der Direktor des Mendelssohn-Hauses Jürgen Ernst bei dem gestrigen Festakt von EU-Kommissar für Bildung, Kultur, Jugend und Sport Tibor Navracsics. Dabei wurde auch ein Imagefilm der stadt Leipzig gezeigt, in dem der Oberbürgermeister Burkhardt Jung nach Leipzig einläd.

Neben Leipzig werden noch weitere europäische Stätte in Plovdiv ausgezeichnet.

Mit diesem ersten Festakt kann sich die Stadt Plovdiv auf das kommende Jahr, wenn sie die europäische Kulturhauptstadt sein wird, schon einmal einstimmen.

27.03.2018

 

Bulgarien übernimmt die Ratspräsidentschaft der EU

Im Januar übernahm Bulgarien die Ratspräsidentschaft der EU von Estland. Es hat nun den Vorsitz des Europäischen Rates für ein halbes Jahr inne, ehe es ihn an Österreich weitergibt. Die Länder Estland - bulgarien-Österreich bilden dabei eine Triopräsidentschaft, um eine kontinuierliche Arbeit des Rates zu gewährleisten.

Der Titel des Programms der bulgarischen Präsidentschaft lautet "Einigkeit macht stark". Es möchte durch ein gemeinsames Vorgehen der EU für ein sicheres, stabiles und solidarisches Europa sorgen. Bulgarien sieht sich dabei in der Vermittlerrolle zwischen den EU-Staaten. Des Weiteren ist es davon überzeugt, dass nur durch ein partnerschaftliches Handeln innerhalb der EU, getragen von Konsens, die Wettbewerbsfähigkeit der Europäischen Union möglich ist. zusätzlich möchte es sich mit seiner Expertise bei der Frage der EU-Erweiterung auf dem Westbalkan einbringen und einen Aktionsplan ausarbeiten.
Das komplette Programm kann auf dem folgenden Link nachgelesen werden:

PROGRAMM DER REPUBLIK BULGARIEN FÜR DEN VORSITZ DES RATES DER EUROPÄISCHEN UNION 1. JANUAR – 30. JUNI 2018